Das Album schließt mit der Hymne der knapp Verlorenen, die doch gehalten wurden. „Ich glaubte fast nicht mehr" ist die ehrliche Diagnose vieler Sohn-Erfahrungen.
Lukas 22,32, Yeshua zu Petrus, kurz vor dem Verrat: „Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre." Im griechischen Original: egō dè edeēthēn perì soû hína mē eklípē hē pístis sou (ἐγὼ δὲ ἐδεήθην περὶ σοῦ ἵνα μὴ ἐκλίπῃ ἡ πίστις σου). Das Verb ekleípō bedeutet „aufhören, ausgehen, versagen". Yeshua weiß, dass Petrus' Glaube unter Druck kommen wird, und er betet dafür, dass er nicht ganz versagt.
Das ist Pointe: dein Glaube wird unter Druck kommen. Yeshua weiß das. Er rechnet damit. Und er betet für dich, dass dein Glaube nicht ganz versagt. Hebräer 7,25: „Daher kann er auch immerdar selig machen die, so durch ihn zu Gott kommen, da er ewiglich lebt und bittet für sie." Yeshua's Fürbitte für dich ist fortlaufend.
Mike's Track-Titel „(Der letzte Lichtblick)" verweist auf den Moment, in dem alles zu kollabieren droht, und dann eine einzige Wahrnehmung kommt, die alles wendet. Ein Wort. Ein Mensch. Ein Vers, der plötzlich spricht. Ein Lichtstrahl, der durch den Riss fällt.
Klagelieder 3,21-23: „Das nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch. Die Güte des HERRN ist's, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß." Die hebräische Klagelied-Tradition kennt diesen Wendungs-Moment: mitten im tiefsten Schmerz erinnert sich der Prophet an die Treue Gottes, und das ist genug, weiterzugehen.
Mike's Track schließt das Album „Licht im Riss" mit dieser Wende-Erfahrung. Du warst nahe dran, alles aufzugeben. Du warst nahe dran, den Glauben loszulassen. Aber: der letzte Lichtblick kam. Yeshua hat für dich gebetet. Du bist gehalten worden, auch wenn du es nicht aktiv geleistet hast. Das ist die Wahrheit, mit der das Album endet. Und sie ist Trost für jeden, der gerade in der „Ich-glaubte-fast-nicht-mehr"-Phase ist.
