Sprüche 29,25: „Vor Menschen sich fürchten bringt zu Fall; wer aber auf den HERRN vertraut, wird beschützt." Im hebräischen Original: cherdat adam yiten moqesh, uvoteach baYHWH yesuggav (חֶרְדַּת אָדָם יִתֵּן מוֹקֵשׁ וּבוֹטֵחַ בַּיהוָה יְשֻׂגָּב).
Das hebräische Wort moqesh (מוֹקֵשׁ) bedeutet wörtlich „Schlinge, Fallstrick", die gleiche Vokabel, die in 2. Mose 23,33 für die Götzen der Heiden benutzt wird. Menschenfurcht ist nicht eine harmlose Schwäche, sie ist eine Falle derselben Kategorie wie Götzendienst. Du erhebst andere Menschen über Gott, weil du ihre Meinung höher gewichtest als seine Wahrheit.
Galater 1,10 ist Paulus' direkte Anwendung: „Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Suche ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht." Das ist klar gestaffelt: entweder du gefällst Menschen oder du bist Knecht Christi. Beides geht nicht gleichzeitig. Wer Christi Knecht sein will, muss sich vom Menschen-Gefallen lösen.
Mike öffnet das ganze Album mit diesem Track, weil es die Grund-Krankheit der modernen Christenheit ist. Predigten werden glattgeschliffen, Lieder konsumfähig gemacht, theologische Positionen relativiert, alles aus Furcht, jemand könnte sich abwenden. Aber Yeshua selbst hat das Gegenteil getan: er ließ Menschen abwenden, wenn die Wahrheit nicht akzeptiert wurde (Joh 6,66, viele Jünger gingen weg nach seiner Brot-des-Lebens-Lehre).
Praktisch heißt das: hör auf, dich zu fragen „Was werden sie denken?" Fang an, dich zu fragen „Was sagt Vater?" Wenn beides übereinstimmt, gut. Wenn nicht, ist Vater höher. Das wird Beziehungen kosten, manche Leute können den freien Sohn nicht ertragen. Yeshua sagte (Mt 10,37): „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert." Mike singt dieses Lied hart, weil das Thema hart ist, und weil das Ende des Menschen-Gefallens der Anfang der Freiheit ist.
