#13 Tradition Bekenntnis

Nicäno-Konstantinopolitanum (Großes Glaubensbekenntnis)

Dieses Gebet stammt aus kirchlicher oder volksfrommer Tradition und wird hier im Neuen Bund eingeordnet.

Originalgebet

Wir glauben an den einen Gott,

den Vater, den Allmächtigen,

der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:

Gott von Gott, Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen,

eines Wesens mit dem Vater;

durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserem Heil

ist er vom Himmel gekommen,

hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria

und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,

hat gelitten und ist begraben worden,

ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift

und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

zu richten die Lebenden und die Toten;

seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,

der Herr ist und lebendig macht,

der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,

der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,

der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten

und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

Hintergrund

Altkirchliches Bekenntnis (381 n.Chr.). Formuliert nach Pfingsten, neutestamentliche Lehre des Neuen Bundes.

Erkenntnisse im Neuen Bund

Das Nicänische Glaubensbekenntnis (381 n.Chr.) war ein Versuch, den Glauben zusammenzufassen. Aber:

  • "Eine, heilige, katholische und apostolische Kirche" — "katholisch" meint hier zwar "allgemein", aber der Begriff ist institutionell belastet. Im Neuen Bund gibt es den Leib Christi, die Familie Gottes — keine Institution.
  • "Wir bekennen die eine Taufe" — Ja, aber auf den Namen Yeshuas, nicht in trinitarischer Formel (Apg 2,38; 8,16; 10,48; 19,5)
  • Die Christologie (wahrer Gott, wahrer Mensch) stimmt im Kern
  • Aber Bekenntnisse können zum Ritual werden — der Neue Bund lebt aus Beziehung, nicht aus Formeln

Angepasstes Gebet

Ich bekenne: Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch, gestorben und auferstanden für mich. Sein Geist lebt in mir und versiegelt mich. Ich gehöre zur Familie Gottes — verbunden mit allen, die in Christus sind, überall auf der Welt. Ich bin getauft auf den Namen Yeshuas und erwarte seine Wiederkunft. Amen.

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