Apostolisches Glaubensbekenntnis
Dieses Gebet stammt aus kirchlicher oder volksfrommer Tradition und wird hier im Neuen Bund eingeordnet.
Originalgebet
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.
Hintergrund
Erkenntnisse im Neuen Bund
Das Apostolische Glaubensbekenntnis entstand ab dem 4. Jahrhundert als Zusammenfassung des Glaubens. Es enthält Wahres, aber auch institutionelle Sprache:
- ›"Heilige christliche Kirche" — Im Neuen Bund gibt es keine Institution "Kirche", sondern die Gemeinschaft der Gläubigen, den Leib Christi (1Kor 12,27)
- ›"Gemeinschaft der Heiligen" — Alle Gläubigen sind Heilige, nicht nur ausgewählte Menschen (1Kor 1,2)
- ›"Vergebung der Sünden" — Ja! Aber nicht als wiederkehrendes Ritual, sondern als vollbrachte Tatsache (Hebr 10,14)
- ›Die Kernwahrheiten (Kreuz, Auferstehung, Wiederkunft) stimmen. Die Verpackung ist institutionell geprägt.