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Single 2025

Schützenswert

jesusTALK | Track 1
Schützenswert
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Songtext

Ich war noch klein, da war’s schon da:

Ein leises Flüstern, nicht mal klar.

Ein Märchen hier, ein Held dort groß – doch ich darin: nur „anders“,

bloß.

Die Bücher sprachen von Glanz und Mut, von Helden,

Liebe, „alles wird gut“. Doch keiner sagte,

dass ich genug – dass meine Wahrheit selber trug.

Ich hab gesucht in fremden Welten, in Rollen,

Stimmen, leeren Zelten. Ich trank die Träume,

die nicht meine war’n – und ging verloren – Jahr um Jahr.

Ich lernte: Sei wie jener da, sei stiller,

klüger, sei doch brav. Doch je mehr ich spielte,

um zu sein, desto mehr wurd ich allein.

Ein Comic, laut – ein Hörspieltraum, sie zogen Bilder in meinen Raum.

Und was ich war, schien nie genug – bis ich mich selbst ins Dunkle trug.

Das Gift war süß – es tat nicht weh, doch nahm es mir mein echtes „Ich“.

Denn wer nicht spürt, was wirklich fehlt,

merkt nicht, dass er sich selber quält.

Ich sah nach vorn – doch nicht zu mir.

Ich wollt sein wie die dort, nicht wie „hier“.

Ich sah den Andern, nicht mein Licht – und nannte Wahrheit: Pflicht.

Ich wurde stumm, aus lautem Spiel, vergaß mein Maß,

mein Ziel, mein Stil. Ich war nicht falsch – nur viel zu weit von meinem echten

Ich entfernt.

Doch irgendwo – ganz tief, ganz still – blieb etwas wach,

das sagen will: Du bist nicht falsch, nicht schlecht,

nicht klein – du musst nur aufhören, nicht du zu sein.

Und alles, was dich still gemacht, was dich in fremde Form gebracht,

das war nicht Liebe, nie gerecht – es war nur Blendung,

süß und schlecht.

Erkenn, was dir den Blick gestohlen, was du geglaubt hast – was dich holen wollt’ aus dem,

was du schon warst: ein echtes Herz, vom Himmel erwählt.

Du musst nicht kämpfen, dich nicht biegen,

nicht fliehen, träumen oder siegen.

Nur eines: Wende deinen Blick zurück – und du erkennst das wahre Glück.

Beseitige die Quelle – und die Ursache wird aufhören.

Die Story zum Song

Was ist an mir schützenswert?

Warum wirkt’s, als ob man mich entehrt?

Ich lauf durchs Leben wie im Kampf, versteckt – obwohl ich nichts begann.

Bin ich zu frei, zu echt, zu klar?

Was triggert sie – was macht Gefahr?

Was ist in mir, das andere stört, das schweigend lebt,

doch laut gehört?

Was, wenn es mein Licht ist, das sie trifft?

Mein stilles Wissen – wie ein Riss im Glas?

Was, wenn ich zeig, dass mehr möglich wär und darum soll ich unsichtbar sein,

leer?

Was, wenn mein Sein nicht in ihr Bild passt und ich nur stör,

weil ich die Maske abmach?

Was, wenn sie spüren: ich bin echt – und das allein macht ihre Ordnung schlecht?

Ich hab nichts getan – ich bin nur da.

Doch das allein macht manchen nicht mehr klar.

Ich atme frei – das reicht als Ziel für all den Druck,

das falsche Spiel.

Ich bin nicht laut, doch ich bin wahr – und das ist Grund genug für Gefahr.

Denn jedes Ich, das sich erkennt, ist wie ein Feuer,

das heiß brennt.

Ich kam zur Welt mit einem Blitz, ein Funken Licht im ersten Sitz.

Schon meine Zelle strahlte frei – doch keiner sagte mir: das sei.

Der Anfang von etwas, das nie vergeht, ein Mensch,

der nicht im Raster steht.

Ein Wesen, das vom Ursprung weiß – nicht formbar,

nicht für ihren Preis.

Ich bin nicht hier, um zu gefallen, nicht um zu kaufen,

nicht zu wallen. Ich bin hier, weil Gnade lebt – die nie verdient,

nur ewig hebt.

Gnade heißt: ich muss nichts sein, doch darf ich alles – echt und rein.

Ich muss nicht spielen, muss nicht flieh’n – nur atmen und in Wahrheit zieh’n.

Sie greifen mich an – nicht weil ich’s will,

sondern weil ich bin – und bin zu still.

Denn wer sich nicht mehr formen lässt, macht unruhig,

stört ihr Fest.

Ich sag nichts laut, doch ich bin klar – und Wahrheit geht nie kommentarlos vorbei.

Denn jedes Ich, das sich befreit, zeigt,

dass ihr Rahmen nicht mehr reicht.

Ich hab mich tief ins Leben gesetzt, nicht auf den Sand,

nicht auf Gesetz. Ich halt nicht fest, was wankt und fällt – ich ruhe da,

wo Wahrheit hält.

In meinem Ich – nicht Rolle, nicht Pflicht,

ein Mensch aus Staub, doch voller Licht.

Ich bin nicht da, um euch zu passen – ich bin hier,

um mich nicht mehr zu lassen.

Denn wer sich trennt vom Ursprung, der verdurstet,

der flieht vom Brunnen, ohne dass er wusste.

Die Quelle lebt – sie ruft zurück, zu Licht,

zu Leben, tiefem Glück.

Ich geh nicht mehr zurück ins Grau, ich bin erkannt – und werd mir treu.

Ich steh im Licht, ich bin bereit – mein Name lebt in Ewigkeit.

Manchmal kämpfen wir wie Helden.

Mit aller Kraft stemmen wir uns gegen Zweifel, Ablehnung, Angst und das Gefühl, nicht genug zu sein.
Und doch – obwohl wir siegen wollen – verlieren wir oft.
Nicht, weil wir schwach wären.
Sondern weil wir gegen Schatten kämpfen,
die aus einer Quelle steigen,
die wir selbst einst gegraben haben.

Das Lied „Schützenswert – The Beginning“ erzählt davon.

Von der leisen, fast unsichtbaren Art,
wie wir als Kinder mit Bildern gefüttert wurden,
mit Geschichten, Rollen, Idealen, die nicht unsere waren.
Von Märchen, Comics, Stimmen und Vergleichen,
die sagten: So solltest du sein.
Und die zugleich sagten: So, wie du bist, reicht nicht.

Wir lernten zu gefallen, zu funktionieren, zu träumen von etwas Fremdem – und verloren das Wertvollste:

uns selbst.

Und so begannen wir zu kämpfen.
Gegen das Gefühl, nicht dazuzugehören.
Gegen das Echo der Vergangenheit.
Gegen Bilder, die nie Wahrheit waren.

Doch der Wendepunkt beginnt nicht mit dem nächsten Sieg – sondern mit der Erkenntnis:

Ich muss nicht kämpfen.
Ich muss nur die Quelle erkennen, aus der all das kam.
Und sie trockenlegen.

Wenn wir die Verantwortung übernehmen,
für das, was wir geglaubt haben,
für das, was wir angenommen, genährt und verteidigt haben –
dann endet der Kampf.
Dann heilt das Herz.

Dann erkennen wir:

Ich war von Anfang an schützenswert.
Nicht, weil ich perfekt bin,
sondern weil ich echt bin.

„Beseitige die Quelle – und die Ursache wird aufhören.“

Im Lied „Schützenswert“ (Teil II) beginnt der erwachsene Weg:
Dort wird der Baum der Angst gefällt – nicht aus Hass, sondern aus Klarheit.
Denn Angst war nie Heimat, nur ein Schatten.
Und an seiner Stelle darf endlich wieder wachsen, was schon immer gepflanzt war:

Der Baum der Liebe.
Tief verwurzelt, voller Wahrheit – bereit, Frucht zu tragen, für dich und andere.

Song-Info

Interpret
jesusTALK
Typ
Single
Track
#1
Jahr
2025
ISRC
QZTAU2518709