Bevor die Sterne waren

10. Dezember 2025·4:10

Über dieses Lied

Dieses Lied schaut weiter zurück, als die meisten Weihnachtslieder reichen. Bis vor die Sterne. Bis in den Schöpfer selbst, der sich entschließt, in seine eigene Schöpfung einzutreten.

„Vom Thron des Himmels in die Nacht, der Schöpfer der sich klein gemacht." Hier liegt das Skandalon, das die Weihnachtsfeiern aller Zeiten unter sich begraben haben. Der, durch den alles geworden ist (Johannes 1,3), wird ein neugeborenes Kind, in Windeln gewickelt. Die Ewigkeit bekommt Haut. Der unsichtbare Gott wird sichtbar, hörbar, greifbar.

Die Sopran-Edition trägt diese Botschaft in eine andere Klanglandschaft. Nur Stimme und Stille, ohne Pop-Rhythmik, ohne Effekte. So wird hörbar, was unter dem üblichen Weihnachtssound leicht verloren geht: Dieses Kind ist „das Lamm, das für uns sterben wird". Die Krippe weist schon aufs Kreuz, das Kreuz auf die Krone.

Vor diesem Kind, das alles in sich trägt, wird Ehrfurcht zur angemessenen Antwort. Wer wirklich begreift, was hier geschieht, beugt die Knie ganz von selbst.

Bibel & Deutung

Johannes 1,1-3

Im Anfang war das Wort. Alles ist durch dasselbe geworden. Genau dieses Wort wird Mensch.

Kolosser 1,15-17

Er ist vor allem, und alles besteht in ihm. Der Maßstab für jedes Weihnachten.

Philipper 2,6-7

Er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an. Genau die Bewegung, die das Lied besingt.

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