Christus ist geboren (Nenn es nicht X-MAS)

28. November 2025·3:38

Über dieses Lied

Dieses Lied ist absichtlich kantig. Mike sagt es selbst: kein sanftes Weihnachtslied, sondern ein Aufschrei gegen die systematische Entfernung von Christus aus seiner eigenen Geburtsnacht. Aus „Christmas" wurde „X-Mas". Aus Weihnacht wurde Lichterfest. Aus dem Retter wurde Festtagsstimmung. Das Lied gibt dem Namen seinen Platz zurück.

Die theologische Schärfe liegt in der wiederholten Refrain-Aussage: „Christus ist geboren. Nenn es nicht X-Mas, das ist sein Tag." Hier geht es nicht um Wortklauberei. Es geht um Anwesenheit oder Abwesenheit einer Person. Matthäus 1,21 schreibt dem Joseph die Anweisung des Engels auf: „Du sollst seinen Namen Yeshua nennen, denn er wird sein Volk retten." Der Name ist Programm. Wer den Namen streicht, streicht das Programm mit.

Mike zitiert in der Refrain-Bridge eine sehr scharfe Diagnose: „Weihnachten ohne Christus ist wie Liebe ohne Herz, wie Licht ohne Sonne, wie ein Fest ohne Grund." Das ist nicht polemisch gemeint. Es ist nüchtern. Johannes 1,14 sagt die Mitte des Geschehens: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Wenn das Wort fehlt, fehlt nicht ein Wort. Es fehlt der, durch den alles geworden ist.

Die Bridge ruft Philipper 2,9-11 in voller Wucht aus: „Christus ist geboren. Ich brech den Schweige-Bann, das ist sein Sieg." Paulus hatte geschrieben, dass Gott ihm den Namen gegeben hat, der über jedem anderen Namen steht. Vor diesem Namen wird sich jedes Knie beugen, jede Zunge bekennen. Das Lied nimmt diese kommende Wirklichkeit vorweg und ruft den Namen schon heute.

Der letzte Vers schließt mit dem Wort, das den Lärm der Festtagsfloskeln beendet: „Nenn ihn beim Namen." Die ganze Heilsgeschichte hängt an diesem einen Namen. Der, in dem JHWH selbst zur Rettung kam. Wer das Lied hört, hört kein religiöses Murren. Er hört einen Mann, der sich weigert, das Wesentliche unter Glitzer zu begraben.

Bibel & Deutung

Matthäus 1,21

Du sollst seinen Namen Yeshua nennen, denn er wird sein Volk retten. Der Name selbst ist Programm. Streicht man ihn, streicht man die Rettung.

Johannes 1,14

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Wenn das Wort fehlt, fehlt der, durch den alles geworden ist.

Philipper 2,9-11

Gott hat ihm den Namen gegeben, der über jedem Namen ist. Vor diesem Namen beugt sich jedes Knie. Der Refrain nimmt das vorweg.

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